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Sprühen und Spritzen.

Karl Schwarzott
beim Lackieren von Möbelfronten Mitte der 40-er Jahre. Bis heute lackieren wir nach diesem Prinzip, wenn gleich sich die Vorschriften dafür etwas verschärft haben.

Alles begann mit gelöstem Schellack in Ethanol, ein seit Jahrhunderten bekannter Lack für die Oberflächenbeschichtung. Schellack ist eine harzige Substanz, die aus den Ausscheidungen der Lack-Schildlaus nach ihrem Saugen an bestimmten Pflanzen gewonnen wird. Für ein Kilogramm Lack werden etwa 300.000 Läuse benötigt. Produziert wurde Schellack in großen Mengen hauptsächlich in Süd- und Südostasien und hier speziell in Indien und Thailand.
Jedem ein Begriff sind Schellackplatten. Schellack wurde auch von 1895 bis ca. 1961 - die heutigen Kunststoffe waren noch nicht erfunden - bei der Herstellung von Schallplatten verwendet.

Bis ca. 1800 wurden Möbeloberflächen gewalzt oder geölt. Ab 1800 wurde als Schutz und zur Veredelung der Holzoberflächen Schellack verwendet. Schellack wurde im Zuge der Industrialisierung zuerst von den Nitrolacken, dann von Polyester, Epoxy, PUR und wasserlöslichen Lacken abgelöst. Schellack wird heutzutage fast nur mehr für Restaurierungen verwendet. Seit ca 1930 wird der Lackauftrag auch mit der Spritzpistole durchgeführt. Das Polieren mit Schellack ist immer noch ein “auftragender" Prozess und durch den großen Zeitaufwand auch sehr teuer.  Hochglanz-Oberflächen mit anderen Materialien werden "abtragend" hergestellt.
chronik cupboard 1952
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